Posts mit dem Label Tafraoute werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tafraoute werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 24. November 2010

Tafraoute - Agadir

Mittwoch, 17. November 2010

Heute ist das 'Fete de Mutton' - das Hammelfest. Ich hoere noch dem Bloeken aus meinem Bett zu, das immer seltener wird. Nach dem Morgengebet um etwa fuenf, muessen alle Schafe ihr Leben lassen. Als wir um halb acht ins Auto stiegen, liegt der Todesgeruch in der acht Grad kalten Morgenluft. Wir fahren die 2 km zum 'Chapeau de Napoleon' (Hut des Napoleon) hoch und ich mach noch einige Fotos von der Morgenstimmung. Das uns versprochene Restaurant le Kasbah hat noch nicht auf (waere das einzige heute gewesen, das auf haben sollte, fuer die Hand voll Reisenden hier). Man verspricht mir, dass es in 15 Minuten oeffnen wird, da ich aber sehe, dass alle Maenner in weiss zur Moschee wandern, liess ich Fruehstueck Fruehstueck sein und fuhr los. Die Kinder essen Mitgebrachtes hinten im Auto. Unsere Stecke heute betraegt in etwa 130 Bergkilometer (mehr oder weniger).
Das Tal ist wieder zum Ausflippen schoen, ich mache staendig Vollbremser, um Fotos zu machen. Zwischendurch fahre ich wieder viel zu schnell fuer die Strecke, da wir ja eingies vor haben. Die Strassen sind leergefegt, alle sind in der Moschee und der Rest (die Frauen) in der Kueche kochen.
Wir sind alleine in der Wildnis der Berge!!!




Das Tal wird bald enger und die Schluchten groesser. Ich halte mich rechts auf einer kleinen alten Strasse, auf der man sich keinen Fehler leisten darf!! Links geht es runter, ohne Chancen auf Halt! Rot ist die Farbe der Berge. Alte Kasbahs reihen sich aneinander. Erst spaeter komme ich drauf, dass ab etwa Outourouine eine neue Strasse links verlaeuft, die wesentlich breiter und sicher ist, aber auch weiter unten im Tal verlaeuft, also die Sicht nicht so toll ist wie hier oben bei uns im Hochgebirge. Ich denke immer wieder daran, wie toll die Strecke auch mit dem Motorrad waere - ein Traum!!





Ab Ait-Baha wird die Strasse einfacher und bald kommen wir auf die Arganplantagen rund um Agadir raus. Nur dem Feiertag haben wir es zu verdanken, dass wir die Strecke in etwas ueber drei Stunden geschafft haben. Wir suchen das Hotel 'Al Mogador', wo wir vor zwei Jahren schon mal waren. Direkt am Strand und guenstig. Man wollte von und DH 650, was ich dann doch teuer finde (bin nun die Preise in den Bergen gewohnt) und handelte ihn auf DH 450 runter (das kann man hier auch in Hotels machen!!).


Leider hat uns der blaue Himmel und die Waerme der Berge verlassen. Es haengen graue Wolken und fast tut es mir leid, nicht mehr in den Bergen zu sein. Wir schnallen uns wieder die Rollerblades an und bauen Sandburgen am Strand. Genau das richtige fuer die Kinder. Am spaeten Nachmittag kommt die Sonne dann doch noch raus und es wird noch richtig fein. Wir treffen dann auch noch einen Schulkollegen von Jacob und goennen uns alle ein leckeres Abendesssen bei McDo.

Morgen liegt eine lange Strecke vor uns: Agadir - Marrakech - Demnate - Bzou

*********************************************************************************

Wednesday, November 17th

Day of the 'Fete de Mutton'.  I wake up to the sonds of the prayers and listen the the last bellows of the sheep, before they meet Allah the allmighty! Just after the prayers in the early morning hours, their lifes are extinguished. Everything is closed for the day, there are only two days like that in Morocco - after the Ramadan and now.


I start driving, the kids eat in the back out ouf our suitcase. The road is stunning once more, the morning sun pampering the red colours of the mountains. We have over 130 km ahead of us. Most of it mountains. 40 km are really tricky, i can not allow myself to look back to the kids, as falling down would be the end of it all. It look a bit like the Grand Cannyon to me!
There would have been an easier new road on the other side, I found out later, but not as scenic as that one. My map is old and I keep on adding new streets to it. I feel a litte bit like Marco Polo...
After Ait-Baha, the mountains start to become softer and the Argane plantations around Agadir beginn. The blue sky changes into nasty grey fog and I regret already, to leave the mountains. We arrive in Agadir after just over 3 hours drive. We settle in the "Al Mogador" Hotel, after bargaining the price from DH 650 down to DH 450 und start rollerblading and making sand castles at the beach. The sun comes out in the late afternoon and we even meet friends from Casa.
Tomorrow will be a long drive: Agadir - Marrakech - Demnate - Bzou

Dienstag, 23. November 2010

Mirleft - Tiznit - Tafraoute

Dienstag, 15. November 2010

Wir halten uns nicht lange am Strand von Sidi Mohamed ou Abdellah auf, obwohl ihm die Morgensonne sehr schmeichelt. Der Fels mit dem Loch, den die Kinder beklettern wollen, ist wegen der Flut mit Wasser umgeben und darauf zu warten, dass die Ebbe ihn wieder frei gibt, dafuer haben wir zu wenig Zeit.
Wir verabschieden uns von Kader, der uns noch mal einlaedt heute abend wieder bei ihm zu Hause Gast zu sein, falls wir kein Zimmer finden.
Die 'Bergstrecke' nach Tiznit ist wenigstens gleich schoen wie die an der Kueste entlang. Man schlaengelt sich ueber ein Hochplatteau bis runter nach Tiznit. Nach 20 km gerader Strasse beginnt das Gebirge des Anti Atlas. Unser Strecke heute betraegt an die 140 km und ist so schoen, dass ich staendig stehen bleiben muss, um Fotos zu machen. Ich gebe bald auf und haenge einfach den Fotoapperat beim Fenster raus und knipse ab.

we save a turtle on the street



In der kleinen Stadt Tizourhane kommt ploetzlich wieder leben auf die Strasse. Junge Maenner in neuen, weissen Jallabas umarmen sich mitten auf der Strasse. Viele Junge kommen von den grossen Staedten zum Fest nach Hause in die Berge. Ueberall wird gekuesst und begruesst. Es ist schoen, die Freude in allen Augen zu sehen.
Tiryourhane

Knapp vor Had Tahala biege ich in das Ameln Tal ab. Der Weg nach Tafraoute ist ewas weiter, aber es ist es wert!!!!! Palmen, rote Berge (Jbel Lekst 2359 m), kleine Fluesschen - Romantik pur!! Und: ich bin ganz alleine. Dies ist eine Gegend, in der nur Berber wohnen und sie sind stolz darauf.
Bilder sprechen da fuer sich.
Valley of the Ameln




Ich muss ein Stueck zurueck nach Tafraoute fahren, bleibe aber gar nicht stehen, sondern fahre gleich weiter zu den 'Peintures'. Ein Beligischer Kuenstler hat einige Kilometer ausserhalb Steine bunt angemalen. Der Anti Atlas ist ja aelter als der Hohe Atlas und Wind und Wetter haben Steinformationen hervorgebracht, die seinesgleichen suchen.
Mutig fahre ich mit meinem Passat die wilde Pistenstrecke zu den Steinen abwaerts. Es ist wider erwarten sehr heiss und wir essen im Schatten eines riesigen blauen Steines!! Nach dem ersten Foto muss ich feststellen, dass meine Fotobatterie leer ist. Macht ja nichts, habe ja noch eine... die ist dann auch leer... jeder, der gerne Fotos macht und 140 km in die Berge faehrt um bunte Steine zu fotografieren, wird meine Verzweiflung verstehen (du Heidi, gell??!!). Ich halte die Camera in die Sonne um die Batterie zu waermen um mehr aus ihr rauszuholen. Allah meint es aber gut mit mir und ich kann grade mal einige Bilder noch festhalten. Die Kinder finden das Klettern auf den riesen Dingern wunderbar.







Wieder zurueck in Tafraoute nisten wir uns in der 'Auberge les Amis' ein, mitten im Dorf (um DH 150 das Zimmer), stecke als erstes meine Batterie an und gehen mit den Kindern noch in den lokalen Markt, wo die letzten Schafe feil geboten werden. Es ist schon spaeter Nachmittag und der Einkaufsrausch vor dem Fest schon vorbei (man stelle sich ein Einkaufszentrum vor Weihnachten auf Marktebene vor!!). Wir latschen nur noch durch Zwiebelschalen, faulen Mandarienen und kleinen, unverkauften Schafen rum. Hat auch sein Flair. Um die Abendsonne zu geniessen, klettern wir noch auf ein einen tollen Felsen und liessen das Alltagsleben von Tafraoute unter uns liegen.

chapeau de Napoleon

Wir kauften uns hartgekochte Eier und suesse Baguettes und essen diese mit Mitgebrachten auf dem Dach unserer Auberge zu den Schreien, der noch lebenden Schafe am Nachbardach.
Auf unserem Stock befindet sich ein Bad. Ich stopfe den Abguss mit einem Sack zu und wir nehmen ein Bad zu dritt. Alina findet es toll, dass es in jeder Absteige warmes Wasser gibt, was bei uns in der Villa in Casa nicht selbstverstaendlich ist... (wo sie recht hat, hat sie recht!!)

**********************************************************************************

Tuesday, November 16th



We are off from Mirleft in the early morning. Alina and Jacob wanted to climb the rock with the hole, but it was high tide and we did not want to wait for the rock to be water free.
Kader told us again, to come back to celebrate the feast with him, in case, we don't find a place to sleep.
The street to Tiznit over the mountains is just as nice as the coastline. 140 km to Tafraoute. Outstanding country side, I wanted to stop every moment to take pictures.
The Anti Atlas is much older than the High Atlas and its stone formations through the years are unique. At Tizourhane, the streets are filled with people who meet each other after a long time. Youngsters go for work to the big cities and only come home for big holidays, like the 'fete de mutton'. People kiss and hug in brand new white jallabahs. It is a berber place. Unlike other Berbers, women here, don't show her faces - not even to me (a woman myself...). They are all coverd in black.
At Hat Tahala, I enter the valley of Ameln, and old berber valley. I am stunned by its absolute and pure beauty!!! Red high mountains (Jbel Lekst 2359 m), green palm trees and fresh creeks. I can not believe my eyes and keep on saying to the kids, to look at all this beauty.
I have to pass Tafraoute to go to the 'paintures'. A Belgium artist paintes years ago some rocks (big ones!!!) in all the colours. They have been recently repainted. A dirt road leeds to the rocks, where we have a picnic in its shades. Allthough, we are hig up, it is very warm, even in November! The kids love to klimb the coloured rocks and I suffer from an insuffissant battery from my camera!!! Even my second battery is flat and that, after driving 140 km to see that... but Allah is good with me and I can just take enough pictures for a memory.

In Tafraoute we settle in the 'Auberge les Amis' for DH 150 the room. We buy boiled eggs and some sweet baguette and eat on the roof of the Auberge and listen to the last noises of the still alive sheep...
We stroll the now nearly empty market. Bustling and alive only hours before, only onion shells and rotting mandarines are left, next to skinny unsellable sheep.
We climb another rock and watch the sun set over Tafraoute.
Back in the Auberge, I stuff a nylon bag in the commune bath and the three of us squash all inside and enjoy the steem.