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Montag, 6. Dezember 2010

Letzter Tag unserer Reise - Last day of our trip

Sonntag, 21. November 2010

Die Wolken verziehen sich waehrend des Fruehstuecks. Ich klettere muede die Stiegen zu den anderen herunter, die schon an der langen 'Tafel' neben dem Pool sitzen und frierend auf Kaffee und 'the au menthe' warten.
Ich packe schon unsere Koffer und will von den Kindern wissen, ob sie noch mal eine kleine Wanderung machen wollen, oder wieder nach Demnat zur 'Hoehle' fahren. Alinas Schuhe sind vom Regen nass, also will sie nicht mehr gehen. Die anderen wandern schon weg - heute dem Fluss entlang, ganz so, wie ICH es eigentlich gerne gehabt haette. Gruen und saftig. Nicht steinig.
Die Sonne kommt raus, wir bepacken wieder einmal das Auto. Vor uns steht ein Allrad, der uns die Ausfahrt versperrt. Wie wild renne ich herum und hoffe, dass der Kerl nicht bei der Gruppe ist und ich nun bis Mittag warten muss, bis sie alle zurueck kommen. Wir rufen den Fuehrer an, der meint, dass derjenige nicht bei seiner Wanderung mit ist. Ich suche das ganze Gelaende ab. Wieder einmal ist Zeit Tageslicht und eine fruehe Ankunft in Casa wichtig.
Ich finde Hassan in der Dusche, mit weiten, weissen Unterhosen und tropfendem Gesicht. Ich gebe ihm genau 3,5 Minuten um sein Auto wegzufahren.
Dann geht es ab nach Demnate. Mir tut das Herz weh, von Casa wegzufahren... am letzten Tag in die 'falsche' Richtung zu duesen... Alina und Jacob wird schlecht im Auto, weil ich die Strecke von 61 km so schnell wie moeglich hinter mich bringen will.
Warum haben wir mit den anderen nicht gemuetlich die Wanderung gemacht und um 11 gegessen und dann gemuetlich ab nach Casa??? Nein, wir fahren zwei Stunden in die falsche Richtung und die Wolken ziehen schwarz ueber uns und druecken auf meine Stimmung.
Jacob uebergibt sich aus dem Fenster raus. Alina liegt sinnungslos hinten im Auto... ich koennte weinen. Was tue ich uns an??
noch ohne Bruecke, muessen wir duch den Fluss

Knapp vor Demnate hebt sich wieder unsere Stimmung, den beiden geht es wieder gut, also fahre ich weiter, die 7 oder 11 Kilometer nach Inwarriden. Die Strasse ist keine Strasse, sondern sich nur aneinanderreihende Loecher. Vom Regen ueberschwemmt und stellenweise 50 cm Dreck, wo ich schnell durchfahre und hoffe, dass ich nicht stecken bleibe. Die Gegend ist gottlos!!! Wieder denke ich mir: Was tu ich da?? Es geht weiter und weiter ins Nichts. Ich frage alle, die ich treffe, ob da auch wirklich  meine erhofften Dinosaurierabdruecke sind. Ich werde weiter und weiter aufs Plateau verwiesen.
Endlich sind wir da. Und viele lokale Kinder an. Mein Herz klopft, ich denke nur ans Auto, ob wir da auch wieder heil raus kommen. Die Kinder zupfen an uns, quatschen uns an 'Madame, Madame, Madame!!! Donne moi un Dirham!!' - 'Madame, Madame, Madame!! Moi, je suis le patron ici!!!!'
Inwarriden, die Dinosaurier Spuren

dinosaur steps going up

nice print

Alina ist es schon lange zu viel und ich schreie dann auch ploetzlich (was ich bei Kindern sonst nie tue) 'Hauts ab und lasst uns in Ruhe. Allah alleine ist hier der Boss und niemand anderer!!' Ich schiesse ein paar Fotos und steige auf die Finger einiger Kinder, die ihre Pfoten in  die Dinopfoten legen. Sie sind ja sooooooo laestig.
Wieder beim Auto, checke ich, ob meine Reifen noch alle voll sind, oder ob einer die Lage sabotiert hat. Alles ok. Ich mach bloderweise das Fenster auf und gebe eine Packung Kekse her, nur um 100 Armpaare im Auto zu haben. Ich haette es wissen muessen. Ich bin sauer und gebe Vollgas.
Als wir Imi n'Ifri angekommen sind, bin ich heilfroh. Wir machen noch mal die Runde im Loch, allerdings wieder mit schlechtem Licht, da die Wolken tief haengen. Schade.
Dann geht es ab nach Casa. Ausnahmsweise freue ich mich auch mal auf Casa. Unbeschadet ankommen ist nun noch mein Ziel. Auf der Strecke kommen wir zu einem schlimmen Unfall mit einem Bus, der einen PKW unter sich begraben hat... Alina sieht noch den blutigen Fahrer...
Alle Welt faehrt nach den Feiertagen wieder heim. Ich bin um drei vor Casa, stehe dann aber noch 45 Minuten vor der Zahlstation der Autobahn und das fuer nur genau 800 Meter. Waeren wir um fuenf angekommen, stuenden wir bis halb nach Marrakech.
Home sweet home.

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Last day of our trip

We get up in the morning and the sun fights the clouds. Our friend sit on the long table next to the pool, freezing, waiting for the tee and the coofee to come. They go for a walk in the juicy green, but Alinas shoes are wet from the rain, so we don't join (allthough, I really want, as i am not sooo keen on stones, like the previouse days...). I pack everything and want to move the car, but another one is in front of me. I surge for the person, but can not find it. I am fighting for hours again to come to Casa. We call the guide, but the owner of the car is not amongst them. Finally, I find Hassan in the shower with baggy white underwear and wet face. I give him 3.5 minutes to move the car.
Off we go, 61 km in the mountains, away from Casa on our last day. I feel funny, not going dowards it and as soon as Jacob as well as Alina get car sick, I feel extremely guilty. I could nearly cry!! It takes us nearly 2 hour to Demnate and Imi n'Ifri and Jacob tosses cookies out of the car and Alina is half unconscious in the back. The sky turns black with clouds, but the kids get better, so I decide to move on to 11 km away Inwarriden, where there are dinosaur prints from over 70 million years ago. The street is more holes, next to holes than anything else. Again, I feel awful, for putting my kids into the danger of being stuck in the middle of nowhere, as we are in nowhere!!!! It seems enternity before we finally reach the prints. The are covered by local., very awful kids touching and pulling and yelling. 'Madame, Madame, Madame. Un Dirham', 'Madame, Madame, Madame, Madame. Je suis le patron e le guardian de cette place.'
Dinosaur foot prints in over 70 million years old soil



I get mad and yell at them to leave me alone and that only Allah himself is the patron of such a place!! We get sick of them, take pictures and leave them. They stick their million hands in my car and try to crap what ever they can.

Never have I been sooo happy to reach good old filthy ugly Casa. It took us only 3 hours to the pay station of the high way, but 45 minutes for 800 m to pay... if we would have got there any later, we would still be standing there, listening to the same CD about Marco Polo, Amerigo Vespucci and Christoper Columbus...

Freitag, 26. November 2010

Agadir - Marrakech - Demnate - Bzou

Donnerstag, 18. November 2010

Wir haben ein ausgedehntes Fruehstueck im Hotel und weil die Kinder schon laenger kein richtiges mehr hatten, finden sie alles wundervoll (so schnell geht das!!). Ich packe schon alle Sachen und wir gehen noch zum Strand. Die Sonne scheint und es ist wunderbar warm (selbst nach 6 1/2 Jahren in Marokko, finde ich es immer noch super, wenn es Ende November noch warm ist!!!). Ich sammle ausgewaschene Hoelzchen und die Kinder bauen abstrakte Burgen um sich dann zu bekaempen.
Um spaetestens 11 muessen wir dann los, wieder ueber die Berge. Von Null Hoehenmeter auf 1500. Manni ruft an, als wir gerade auf einer Raststaette halt machten. Rote Berge um uns herum und 1300 Hoehenmeter, kleine Doerfer, Palmen, knallblauer Himmel. Er steht in Wien, es ist nebelig und knapp der Gefriergrenze... wie unterschiedlich scheint unser Leben zu sein?!! Ich bevorzuge meine Seite und fahre weiter nach Marrakech. Dort  schicken uns fuenf Leute!!!!! in die falsche Richtung und ich verliere weitere 40 kostbare Tagesminuten und aergere mich, vor allem ueber mich selber, dass mir das nach ueber 6 Jahren noch passiert, dass ich diesen Waschlappen an der Strasse Glauben schenke. Ich fluche und fahre zurueck. Nach all der Natur kommt mir Marrakech wie ein grausliger Moloch vor, dem ich nur entkommen will. Wir verlieren kostbare Zeit, doch irgendwann lassen wir die Triebsamkeit Marrakech's hinter uns und befinden uns auf der Landstrasse nach Fes, die wir auf der Hoehe Zaouia-Ben-Sassi Richtung Demnate verlassen. Die Strasse verlaeuft fast kerzengerade und ist bis knapp vor Demnate auch gar nicht gebirgig. In Demnate wollen wir die 'Pont Naturel' die natuerliche Brueke 'Imi n'Ifri' besuchen und fragen uns durch die Massen durch. Vier Leute hintereinander schicken uns in die gleiche, aber falsche Richtung... die Sonne rueckt immer tiefer und jede Minute, die wir in die falsche Richtung fahren fehlt dann am Ende. Wir finden aber dennoch die 6 km von Demnate entfernte natuerliche Bruecke mit ihren meterlangen Stalaktiten. Wir parken unser Auto oben und rennen wie um die Wette die Treppen herunter. Der Marsch durch das Loch ist eine kleine Kletterpartie, aber eine Gaudi fuer die Kinder. Wir rennen, als ob wir was gestolen haetten wieder hinten raus und klettern auf der anderen Seite hoch, wieder  zum Auto. Es ist schon fuenf und wir haben noch ueber 60 Bergkilometer vor uns. Die restliche Strecke nach Bzou muss ich im Dunkeln zuruecklegen, was kein Spass ist. Nun wird auch mir die Fahrerei zu viel.
Said, der Besitzer der Gite holt und von Bzou ab und faerhrt uns mit seinem Auto vor bis zur Gite in Ait Mouli. Ich sehe nur Staub und Dreck und Steine. Teilweise muessen wir auch durch einen Fluss fahren...
Endlich angekommen, stellen wir fest, dass wir gar kein Zimmer haben. Alles voll!! Said geht mit uns im Dunkeln einige Lehmhuetten weiter zur Huette seines Waechters. Dort sollen wir schlafen. An der Tuer zu unserem bescheidenen Zimmer haengt der Kadaver des gestern abgeschlagenen Schafes... es riecht nach frischem Fleisch...
Wir entscheiden uns fuer heute, im Zelt im Garten zu schlafen.
Um acht hat es schon nur noch neun Grad und im Zelt zieht es wie in einem Kaefig. Said gibt uns noch acht weitere Decken und so ueberstehen wir die laute Nacht. Unser Hahn kraeht, dann der in der Nachbarhuette und so weiter, ich zaehle 67, ein ausgekluegeltes Informationssystem!! Internet funktioniert hier nicht.
Morgen kommt unsere Wandergruppe.

unser kaltes Zelt


Imi n'Ifri

durch die natuerliche Bruecke durch

Stalaktiten


der Weg duch die 'Bruecke'

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Thursday, November 18th

We are having breakfast in a real Hotel! My kids appreciate it, aber some days with basics (so easy to make them thankful). We go to the beach, as the sun is out and warming our souls. There are few people on the beach and we build a big sand castle sort of thing. The kids don't want to leave, but time is running and we have to make a move, as nearly 400 km are ahead of us.
We take the high way to Marrakech. Manfred calls me from foggy, cold Vienna, as we just have a loo stop. We are again on 1500 m altidude, the sky is sparkling blu, the mountains red and the palm trees green. So very different seems to be our life at the moment. I like my surroundings better!
We move on to Marrakech, where five people sent me in the wrong direction!! I hate myself for still believing locals!!! and loose again 40 minutes in the mad traffic of the city. After the country side, Marrakech seems awful to us.
Fortunately, the street to Demnate is streight, empty and well maintained and I can speed.  In Demnate we want to see 'Imi n'Ifri' - a natural bridge, millions of years old. Again, we are sent off to the wrong direction and I am mad at these people, just sendung us somewhere!! We came soo far and now it is a matter of half an hour to see the natural bridge in the dark.
Finally, we drive the 6 km to 'Imi n'Ifri'. I stress Alina and Jacob down the long staircase, take lots of pictures and run ahead of them. Poor Alina trags little Jacob up the big stones and steep staircaises through the tunnel of the hole. It is amacing!!! 2 m stalactites are hanging down and I really wonder, why that place it so unknown!!! For me, it is at least as stunning as the 'Cascades d'Ouzoude', which are an hour away from here. We have little time and climb the mountain at the other side.
It is five, when we leave the place and we still have 60 km in the mountains ahead of us. I also wanted to see the close by dinosaur foot prints, but that is not possible, unless we would sleep here (there are little auberges right there!). But I booked a room in the gite, so we drive off. We have to drive half the way in the dark, which is not fun at all. Small roads, animals as well as people crossing and no visible edge of the road. I have to get off it every time a car comes. They are stubborn and make me move all the time.
At Bzou,  Said, the owner of the gite picks us up and drives ahead to Ait Mouli. I only see dust, stones and hardly a piste. It is sooo dark!! We arrive at the gite, with the surprise, that there is no room for us (we could have stayed as well in Demnate in peace...). We walk in the dark past by a few mud houses, Jacob on Saids sholders, Alina doubting our situation (like me!!!) hand in hand with me. We reach the mud house of Saids guard and he shows us the humble room with a few matresses in it. On our room door hangs the cadaver of the reasently slaughtered mutton and the smell of fresh flesh dominates the hut. Alina looks at me, I look at Alina. We all look at Said.

We want to sleep in the bivouak in his garden. That's for sure. So we do. At 8 PM it has already only 9 degrees. We freeze. Said gives us eight more covers. I still freeze, the kids sleep happily.
At night, our cock starts to crow. The cock next door starts too and so on. I count 67 cocks in the nearby neighbourhood. What a commotion, better connection than internet!!
Next day, we will meet our walking friends.