Montag, 13. September 2010

Elias ist motorisiert!!!

Weil ich noch nicht genuegend Kinder zu Hause hatte, nahm ich mir noch zwei gestern vom Club mit. Drei kamen 


in den Kofferraum und die restlichen drei wurden legal auf den Sitzen verteilt. Um Mitternacht kamManni heim und fand drei Kinder mehr im Haus.

Heute wurden es dann im Laufe des Tages wieder weniger, bis es gegen 14 Uhr nur noch die meinen waren. Ich hatte Elias versprochen, wieder mit ihm in den Derb Ghalef zu fahren (waren ja erst gestern...). Er sah dor ein Mini Bike und verliebte sich in es... alles Handeln nuetzte nix, wir mussten nach Hause fahren und mehr Geld holen. Elias versetzte auch seinen PSP im Markt, fuer den er noch 700 Dirham bekam.

Nun ist Elias stolzer Besitzer eines Pocket Bikes, oder wie diese Dinger heissen. Gut, dass es Fotos gibt...

Sonntag, 12. September 2010

5 Sterne Hotel in Marrakech

Ich buchte uebers Internet in Marrakech auf Anraten eines lieben Freundes von mir, die auch schon gebucht hatten, ein 5 Sterne Hotel (Kenzs Semiramis), um meinen Kindern mal richtig was zu bieten (und mir auch). Ich buchte nur eine Nacht, da Elias nicht davon ueberzeugt war und da ich noch ein 4. Kind aufs Auge gedrueckt bekommen habe.

Leider stellten wir sofort fest, dass die 5 Sterne naechtlich vom Himmel fallen muessen und das Hotel damit taeglich schmuecken. Es war weit davon entfernt ueberhaupt 3 Sterne zu haben. Wenn man mit dem Buttermesser seinen Kaffee umruehren muss, weil es keine kleinen Loeffel gibt, hat das wenig mit Kreativitaet zu tun...

Ich hatte Alina Nutella und verschiedene Mueslis versprochen... sie ass nichts zum Fruehstueck, weil es nichts gab, was ihr geschmeckt haette. Selbt die "frischen" Fruechte waren am Vortag vielleicht frisch, aber nicht zum Fruehstueck.

Die Kinder durften am Pool dann auch nicht mal ins Wasser springen und der Miniclub war geschlossen (das war mir voerher schon klar!!). Fuers Bogenschiessen haette man seinen Bogen selber mitnehmen muessen (hat ja jeder zu Hause...) und auf dem Tennisplatz wuchsen schon kleine Palmen (eh suess!!).

Keine Verlaengerung also. Wir fuhren noch in den Markt, weil ohne einen Marktbesuch waere mein Marrakechaufenthalt nicht komplett gewesen, dort ergatterte ich noch einen kleinen Igel, den wir dann auch mit ins McDonalds nahmen (im Auto bei 50 Grad waere er zur lokalen Tajine gegoren...).

Nun sind wir wieder in Casa. War auch schon mit Elias in unserem geliebten Derb Ghalef, haben einige der neuen bunten Ray Ban Brillen gekauft und 5 kg von Spanien reingeschmuggeltes Nutella.

So, nun sind 3 meiner 4 Kinder im Pool und ich wollte eigentlich in den Club gehen. Spaeter vielleicht.

Ab morgen gibt es wieder meine geliebten Fotos, da mein Kabel heute Nacht mit Manni aus Oesterreich ankommt.

Donnerstag, 9. September 2010

Letztes Ftur mit Abdalla

Eben habe ich was zu Jacob gesagt, was mir dann fast das Herz brach...

Er sass mit Elias und dessen Freund Luis am Computer, als die Kanonen erklangen, die das Ende des Fastens ankuendigen. "Ftur" heisst Fruehstueck, welches die Moslems im Ramadan am Abend nach Sonnenuntergang einnehmen.

Normalerweise geht Jacob mit einem Tablett mit Leckereien, das ich schon hergerichtet habe, zu Abdalla raus und trinkt noch eine Tasse The au Menthe = Minztee mit ihm. Heute war ihm die Gesellschaft der Kinder lieber und ich sagte zu ihm:
"Jacob, heute ist das letzte mal, dass du jemals mit Abdalla zum Ftur einen Tee trinken kannst."

Ja, das letzte Mal...

Nun fangen all die letzten Mals an... und jedes Mal gibt es einen Stich ins Herz. Ob man will oder nicht.

Abdalla sitzt nun alleine in seiner kleinen Kammer und wenn Jacob nicht raus geht, gehe ich noch einen Sprung raus.

Montag, 6. September 2010

27. Ramadan

Es ist Ramadan. Wenn man in einem moslemischen Land wohnt, dann ist das ein ganz anderer Monat, die Uhren ticken anders und die meisten Menschen ticken gar nicht mehr.

Heute ist der 27. Tag im Ramadan, das heisst, alle glaeubigen Moslems beten die ganze Nacht durch. Man hoert dann Singen und Beten und das wirklich bis die Sonne wieder am Horizont aufgeht.

Was dumm ist, wenn im Ramadan was kaputt geht - wie bei uns, weil dann will niemand kommen und schon gar nix reparieren.

Manni konnte heute mit viel Druck den Menschen fuer unsere elektrische Laeden organisieren. Er kam mich Ach und Krach um 14 Uhr, stellte fest, dass sie kaputt sind (ja Wahnsinn, dafuer haette ich studieren muessen....) und meinte, dass er nur bis drei arbeitet und es ausserdem viel zu heiss ist, also kommt er morgen wieder - inshaalah!!

Der Mann fuer unser kaputtes Garagentor kam auch: kam - sah und ging wieder mit dem Aussbruch, dass der Motor zu schwach sei und die Schiene verrostet (wurde von ihm erst vor 6 Monaten alles neu gemacht!!!!). Das kann er erst nach dem Ramadan machen.

So, und nun gehe ich in Elias' Zimmer und bauen den IKEA Schreibtisch fertig auf. Heute kam ich auch drauf, nachdem ich das Bett montiert hatte und den Schreibtisch unter hoellischem Fluchen fast ganz assembliert habe, warum es keinen IKEA in Marokko geben kann:

Niemand koennte die Moebel zusammenbauen!!!!

Samstag, 4. September 2010

Zurueck in der Welt der Wunder

Ich bin wieder in Casa und die Wunder dieser Stadt haben mich wieder. Ein Wunder ist, dass ich wieder einen funktionierenden Computer habe. Heute sass ich mit Nabil 5 Stunden da um mich up zu daten.

Der Computer geht nun wieder, dafuer schliesst und oeffnet das Garagentor nicht mehr. Auch koennen wir unsere schweren Fensterlaeden nicht mehr oeffnen und sitzen somit im Dunkeln, auch am Tag. Da die Dinger die Schiebetuer zum Garten bedecken, faellt es nicht mehr auf, dass auch diese Tuer schrecklich klemmt.

Nach einer europaeischen Tastatur und einer franzoesischen, habe ich nun eine Englische, was mich flexibel haelt, aber das Schreiben schon schwieriger macht.


Heute fuhr ich um neun in den Club, um Jacob und Alina fuers Reiten anzumelden. Ich hatte leider kein Geld mit, kam aber schnell darauf, dass das ein wichtiger - sogar der wichtigste - Bestandteil der Anmeldung waere. Ich packe also Jacob wieder ins Auto, weil zu Hause niemand ans Telefon ging, um mir das Geld zu bringen, damit ich weiterhin in der maechtigen Schlange anstehen konnte... heim und zurueck in die Warteschlange - eine Ewigkeit!!! Manni schwamm derweilen mit Jacob im Pool. Ich brachte noch Alina zu einer Party und konnte mir gerade noch eine halbe Stunde Schwimmen rausschlagen, bevor ich zu meinem Computerspezialisten nach Hause fuhr und mit ihm eine kleine Ewigkeit im Dunkeln verbrachte (ihr erinnert euch noch an meine kaputten Laeden - oder!?). Manni holte freiwillig Alina ab, da er nicht mehr hier bleiben wollte und ist nun schon ueber zwei Stunden am Weg - ein oder zwei Glaeser Wein hielten ihn wohl auf - von denen haette ich mich auch gerne aufhalten lassen...

Jacob ist gewaschen und gebuerstet und das mache ich nun mit mir auch, da wir zu einer Dinnerparty eingeladen sind. Das brauch ich nun wirklich - Manni vielleicht nicht, weil er Freizeitstress bekommen koennte (bin ihm ja nur neidisch - merkt man das??).

Morgen berichte ich euch ueber eine lustige Giftgeschichte, die mir meine Freundin Sandra gestern erzaehlt hat. Wir gehen an den Stand und dann melde ich mich wieder.

Bis dann.

Angela im Ramadan

Freitag, 13. August 2010

Vienna is different - Wien ist anders

Zurück im regnerischen Tirol muss ich immer wieder an Wien denken, wo es immer noch 30 Grad hat und das Sommerleben weiter geht.

Wien ist wirklich anders. Ich vergleiche es nun mit vielen Großstädten, in denen wir schon gelebt haben und ich muss sagen, der Naherholungswert ist wunderbar. Wien kann man begehen, es vergeht kaum ein Kilometer ohne tolle Bauwerke, ohne einen nett angelegten Park, einem Kinderspielplatz oder Gastronomie.

Besonders nett ist es am Abend am Donaukanal, den man stellenweise zu einem Sandstrand umfunktioniert hat und Wiener wie Gäste auf Sonnenstühlen in Badesachen neben dem Kanal liegen, sich sonnen und einen Cocktail schlürfen.

Bei der Urania wurde ein Balkon Richtung Kanal rausgezogen und man hat das Gefühl über dem Wasser zu schweben.

Dann ist da noch das Badeschiff, Schwimmbad und Haubenlokal in einem. Eine geniale Idee.


Auch wenn wir an einem Mittwoch Abend die Stadt unsicher machten, war das neue Lokal "Tel Aviv" rammelvoll und kein Platz mehr zu ergattern. Mit Aperol Spritzern sitzen die Leute auf den Mauern zum Kanal und quatschen bis tief in die Nacht.


Diese Stadt lebt!!

Donnerstag, 12. August 2010

Haussuche in Wien

Die letzten drei Tage verbrachten Manni und ich in Wien. Warum? Nein, kein Kurzurlaub, sondern Wohnungssuche!! Uns bleibt ja nur noch ein Jahr in Casablanca und dann geht es ab nach Wien, das steht nun zu 100 % fest.
Erschreckend war, wie teuer Wien schon ist!! Hätte man ein Budget von 2 Millionen Euro, könnte man sich etwas aussuchen, was einem gefällt, aber dem ist ja nicht so. Wir sahen viel, aber immer war was faul an der Sache: Wir sahen eine neue Dachwohung, die aber bei einer Außentemperatur von knapp über 20 Grad schon eine Innentemperatur von 35 Grad aufwies, billigste Ausstattung und zudem nicht mal einen Abstellplatz für ein Auto. Eine andere Wohnung war im dritten Stock ohne Lift (gezählte 78 Stufen!!!), gehört einem uralten Diplomaten, der noch alle seine uralten Sachen drinnen hat. Es muffelte und als wir am Abend um den Block gingen, schien alles sehr tot zu sein (was hat man dann vom Stadtleben???). Wieder eine andere Wohnung hatte wieder keinen Parkplatz (zumieten um 150 Euro im Monat, einen Block entfernt!!), 200 Jahre alt (auch die Möbel), wirr, verwinkelt, unbewohnbar (meiner Meinung nach). Ein anderes Haus, schien ok zu sein, doch hat das ganze Jahr keine Sonne in den Zimmern und der Garten wurde zuasphaltiert... schade! Wieder ein anderes Haus hatte einen netten Garten - aber das war's dann schon, das Haus war abbruchreif (obwohl in der Annonce stand, dass es innen neu renoviert wurde... war dann aber nur der Klodeckel!!!). Eine weitere Wohnung am dritten Tag hat es uns dann schon eher angetan. Neubau und so im Bau befindlich, dass man auch hätte noch mitmischen können. Aber dann sah ich das Haus, das Manni schon einmal besucht hat und fühlte sofort: Das ist es. Und auf dieses Gefühl habe ich gewartet. Es liegt in Trans-Danubien (über der Donau, was noch vor Kurzem sehr negativ zu bewerten war/immer noch ist...).Alt, total renovierungsbedürftig, aber mit Potenzial.
Mal sehen, was raus kommt.
Wie wäre es, ein eigenes Haus zu besitzen??
Das man gestalten kann, wie man will (OK: wie man finanziell kann...)?

I keep you updated!
Spannend!